Wie Du die Vögel in Deinem Garten vor ihren Feinden schützt.

Wenn Du Dich fragst, warum die Vögel ihr Häuschen in Deinem Garten so schlecht bzw. nur langsam annehmen, überprüfe mal, ob Du ihnen auch genug Schutz bietest.

Vögel sollten natürlich Schutz finden. Wenn das nicht der Fall ist, warum sollten sie dann in Dein Vogelhaus einziehen?

Es kann bspw. sein, dass bei Dir im Garten streunende (oder auch Deine eigene) Katzen herumlaufen.

In Deutschland brüten regelmäßig 260 Vogelarten. Aber davon besuchen verhältnismäßig nur wenige Arten unsere aufgestellten Futterhäuschen.
Hier sind mal einige Vogelarten aufgezählt, die auch eine Vogelfutterstelle oder einen Nistkasten nutzen:

    • Haussperling (Brutbestand leicht abgenommen)
    • Kohlmeise (Brutbestand leicht zugenommen)
    • Blaumeise (Brutbestand leicht zugenommen)
    • Star (Brutbestand mehr als 20 % abgenommen)
    • Zaunkönig (Brutbestand leicht abgenommen)
    • Tannenmeise (Brutbestand schwankend)
    • Feldsperling (Brutbestand leicht zugenommen)
    • Rauchschwalbe (Brutbestand zugenommen)

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie die Chancen denn stehen, wenn Du Deinen Gartenvögeln mit Deiner Futterstelle oder Deinem Nistkasten etwas unter die Flügel greifen willst?

Wie so viele Dinge im Leben, hat auch das hier zwei Seiten. Sicherlich kannst Du damit allgemein in Deinem Wohnumfeld nur wenige Vogelarten erreichen. Aber es sind eben auch viele Vögel da, die sich in Siedlungsgebieten gut anpassen können. Da sind die Aussichten dann auch entsprechend groß, dass Dein Vogelhausangebot in Anspruch genommen wird.

Über die zwei Maßnahmen (Vogelhaus und Nistkasten) hinaus, hilft es den Vögeln in Deinem Garten auch, wenn er naturnah und giftfrei ist. Um die Artenvielfalt zu erhalten, ist ein Garten mit viel Strukturen für die wilden Mitbewohner (auch Insekten, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien) nicht unwichtig.

Beerentragende Sträucher und Kletterpflanzen, alte Obstbäume mit natürlichen Baumhöhlen oder auch Blumenwiesen sind für die Vögeln außerdem von Bedeutung.

Hilflosen Jungvogel gefunden, was tun?

Deine Hilfe wird auf jeden Fall benötigt, wenn Du einen flügge gewordenen Jungvogel am Boden siehst, der kläglich ruft. Die wenigsten von ihnen sind aber tatsächlich aus dem Nest gefallen oder elternlos. Sie betteln einfach nur um Futter. Wenn Du genügend Abstand einhältst, kannst Du beobachten, wie das kleine von seinen Eltern gefüttert wird. Wenn ihr Sitzplatz ungünstig ist, kannst Du es in ein sicheres Umfeld bringen. Das wäre z.B. ein Gebüsch in der Nähe, ein Garagendach oder eine Wiese. Ernsthafte Hilfe ist erst dann notwendig, wenn der kleine Vogel doch kein Futter bekommt, obwohl Du genug Abstand gehalten hast.

Vogelhaus vor Katzen schützen

In Deutschland leben etwa 7,5 Millionen Katzen. Und diese werden in der Regel vom Menschen rundum mit Futter versorgt. Aber außerhalb der Wohnung leben sie dennoch ihren Vorliebe zum Jagen aus.

Das Thema wird an vielen Stellen unterschiedlich gesehen. Die einen empfehlen beispielsweise ein Halsband mit einem Glöckchen für die Katze, damit sie weniger Erfolg beim Jagen hat. Dir anderen halten diese Methode für nicht artgerecht.

Ich rate Dir von dieser Methode genauso ab. Wenn Katzen mal durch dichtes Gestrüpp klettern oder vom Ast springen, können sie mit dem Halsband hängen bleiben und sich strangulieren. Ist also nicht so eine gute Lösung.

Außerdem ist es auf Dauer extrem nervig für Dich selbst und auch für Deine Nachbarn. Ständig ist dieses Glöckchen am bimmeln.
Damit die Vögel in Deinem Garten ungestört und in Ruhe ihre Futterstelle und ihr Vogelhaus besuchen können, gibt es einige Dinge, die Du tun kannst, um Katzen von dem Vogelhaus fern zu halten.

Blech- oder Plastikmanschetten um einzeln stehende Bäume verhindern ihr Hochklettern.

Spezielles Streupulver hält Katzen von Brutplätzen und Unterschlüpfen ab.

Das Vogelfutterhäuschen sollte immer ohne Anschleichmöglichkeit für die Katzen aufgestellt werden. Dabei aber nicht vergessen, dass Katzen sehr gut klettern und weit springen können.

Wenn Du Jungvögel im Garten hast, die frisch ausfliegen, solltest Du die Katze gegebenenfalls für ein paar Tage im Haus lassen.
Wer mit Katzen mehr spielt, lässt so der Katze schon ihren Jagdtrieb teilweise ausleben.

Katzen sollten gut gefüttert werden. Somit jagen sie auch weniger.

Bei einigen soll der „Katzenabwehrgürtel“ helfen. Das hilft jedoch anscheinend nicht immer. Deshalb sollte man diesen Gürtel gegebenenfalls mit Ästen oder Maschendrahtzaun erweitern.

Dann gibt es noch den Harfenstrauch (Plectranthus caninus). Wird auch „Verpiss-Dich-Pflanze“ genannt. Katzen meiden die Umgebung dieser Pflanze (etwa 3 bis 5 Meter) wegen ihres Geruchs. Wir Menschen nehmen den Geruch aber nicht als unangenehm wahr.
Übrigens: Kastrierte Katzen streunen weniger herum, als nicht kastrierte!

Auf dieser Seite findest Du weitere kreative Tipps, um Dein Vogelhaus oder Nistkasten vor Mardern und Katzen so gut es geht zu schützen. Man muss einfach kreativ sein.